Zum 114. Geburtstag von George Orwell (1903 – 1950)

Seinen Durchbruch als Schriftsteller erlebte George Orwell nur kurz. Fünf Jahre nach Erscheinen von „Farm der Tiere“ starb er mit 47 Jahren. Dieser Roman und seine Dystopie „1984“ haben ihn unsterblich gemacht.

Moderation: Tilman Spengler
Redaktion: Jörg Lösel

Quelle: http://www.br.de/mediathek/video/send…

Zum 91. Geburtstag von Ingeborg Bachmann (1926 – 1973)

Ingeborg Bachmann (* 25. Juni 1926 in Klagenfurt; † 17. Oktober 1973 in Rom; gelegentliches Pseudonym Ruth Keller) war eine österreichische Schriftstellerin. Sie gilt als eine der bedeutendsten deutschsprachigen Lyrikerinnen und Prosaschriftstellerinnen des 20. Jahrhunderts. Ihr zu Ehren wird seit 1977 jährlich der Ingeborg-Bachmann-Preis verliehen.

GEORG-BÜCHNER-PREIS AN JAN WAGNER

Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung verleiht den Georg-Büchner-Preis 2017 an den Lyriker Jan Wagner. Der Preis ist mit 50.000 Euro dotiert und wird am 28. Oktober 2017 in Darmstadt verliehen.

Begründung der Jury:

Jan Wagners Gedichte verbinden spielerische Sprachfreude und meisterhafte Formbeherrschung, musikalische Sinnlichkeit und intellektuelle Prägnanz. Entstanden im Dialog mit großen lyrischen Traditionen, sind sie doch ganz und gar gegenwärtig. Seine Gedichte erschließen eine Wirklichkeit, zu der Naturphänomene ebenso gehören wie Kunstwerke, Sujets der Lebens- wie der Weltgeschichte, erste Fragen und letzte Dinge. Aus neugierigen, sensiblen Erkundungen des Kleinen und Einzelnen, mit einem Gespür für untergründige Zusammenhänge und mit einer unerschöpflichen Phantasie lassen sie Augenblicke entstehen, in denen sich die Welt zeigt, als sähe man sie zum ersten Mal. Für diese poetische Sprachkunst, die unsere Wahrnehmung ebenso schärft wie unser Denken, verleiht die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung den Georg-Büchner-Preis 2017 an Jan Wagner.

Jan Wagner, geboren am 18.10.1971 in Hamburg und aufgewachsen in Ahrensburg/Schleswig-Holstein, lebt seit 1995 in Berlin. Sein Werk umfasst Gedichtbände, Essays und Kritiken, Anthologien und Übersetzungen zeitgenössischer englischsprachiger Lyrik. Seine Gedichte wurden in rund dreißig Sprachen übersetzt; er wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Wilhelm-Lehmann-Preis 2009, dem Friedrich-Hölderlin-Preis 2011, dem Kranichsteiner Literaturpreis 2011 und dem Preis der Leipziger Buchmesse in der Kategorie Belletristik 2015.

Jan Wagner studierte Anglistik an der Universität Hamburg, am Trinity College in Dublin und an der Humboldt-Universität Berlin. 2001 erschien mit »Probebohrungen im Himmel« sein lyrisches Debüt. Es folgten die von der Literaturkritik viel beachteten Gedichtbände »Guerickes Sperling« 2004, »Achtzehn Pasteten« 2007, »Australien« 2010 und »Die Eulenhasser in den Hallenhäusern« 2012. 2014 veröffentlichte er die »Regentonnenvariationen«, für die er den Leipziger Buchpreis erhielt; zum ersten Mal ging dieser Preis an einen Lyriker. Im letzten Jahr erschien »Selbstporträt mit Bienenschwarm. Ausgewählte Gedichte 2001-2015«.

Begleitend zu seinem lyrischen Werk ist ein vielseitiges essayistisches entstanden. Im Frühjahr 2017 erschien die Prosasammlung »Der verschlossene Raum«, zuvor 2011 »Die Sandale des Propheten«. Hervorgetreten ist Jan Wagner auch als Übersetzer englischsprachiger Lyrik – darunter von James Tate, Matthew Sweeney, Simon Armitage und Robert Robertson – ebenso als Herausgeber: Von 1995 bis 2003 gab er gemeinsam mit Thomas Girst die Literaturschachtel »Die Außenseite des Elements« heraus, eine Loseblatt-Anthologie zur zeitgenössischen Weltpoesie. 2003 und 2008 folgten umfassende Sammlungen junger deutschsprachiger Lyrik zusammen mit Björn Kuhligk (»Lyrik von Jetzt. 74 Stimmen« und »Lyrik von Jetzt zwei«).

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Zum 112. Geburtstag von Jean-Paul Sartre

Jean-Paul Sartre gilt als theoretisches Fundament des französischen Existenzialismus: Jean-Paul Sartres philosophisches Hauptwerk «Das Sein und das Nichts», erschienen 1943. Sartre prägt darin unter anderem den Freiheitsbegriff des Menschen und seine Verantwortung.

Was ist von diesen Überlegungen auch heute noch gültig? Darüber spricht Noëmi Gradwohl mit der Philosophin und Sartre-Kennerin Dorothea Wildenburg in der Reflexe-Reihe «Denkstoffe» von Schweizer Radio DRS2. Die Reihe blickt in loser Folge auf grundlegende philosophische und kulturwissenschaftliche Werke zurück.

Zum 208. Geburtstag von Heinrich Hoffmann (1809 – 1894)

Struwwelpeter ist der Titel eines Werkes des Frankfurter Arztes und Psychiaters Heinrich Hoffmann aus dem Jahr 1844 und zugleich die Titelfigur des Buches. Das seit 1845 gedruckte Bilderbuch enthält mehrere Geschichten, in denen (meist) Kinder nach unvorsichtigem Verhalten drastische Folgen erleiden, die von einem Sturz ins Wasser bis zum Tod reichen.

Der Struwwelpeter gehört zu den erfolgreichsten deutschen Kinderbüchern und wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt. Die vielen Adaptionen werden Struwwelpet(e)riaden genannt.

Den Geschichten des Struwwelpeters warf man in den 1970er und 80er Jahren einen autoritären Erziehungsstil vor. Spätestens seit den Publikationen[2] zum 200. Hoffmann-Jubiläum 2009 hat sich diese Vorstellung – auf den historischen Kontext Hoffmanns bezogen – revidiert. Der zeitbezogene warnend-pädagogische Ansatz Hoffmanns wird nun hervorgehoben.

Zum 102. Geburtstag von Saul Bellow (1915 – 2005)

Saul Bellow (* 10. Juni 1915 in Québec, Kanada; † 5. April 2005 in Brookline, Massachusetts, USA) war ein US-amerikanischer Schriftsteller und Träger des Nobelpreises für Literatur. Seine mehrfach ausgezeichneten Romane, Erzählungen und Essays verschafften ihm die Anerkennung, neben Bernard Malamud und Philip Roth zu den bedeutendsten Vertretern der jüdisch-amerikanischen Literatur des 20. Jahrhunderts zu zählen.

Der Literaturclub vom 23.05.17

Der Literaturclub vom 23.05.17

Es nehmen teil: Nicola Steiner, Elke Heidenreich, Philipp Tingler und Dani Levy.

Themen der Sendung:
Karine Tuil – Die Zeit der Ruhelosen
Donna Tartt – Der Distelfink
J.M. Coetzee – Ein Haus in Spanien
Eva Menasse – Tiere für Fortgeschrittene
Empfehlungen der Kritiker
Wieder einmal Michael Fehr

Klassiker der Weltliteratur: Thomas Mann – „Die Buddenbrooks“

Thomas Mann war der Grandseigneur der deutschen und wohl auch der Weltliteratur des 20. Jahrhunderts. Kein deutscher Dichter, abgesehen von den Weimarer Klassikern, ist so genau untersucht, interpretiert und gewürdigt worden.

Moderation: Tilman Spengler
Redaktion: Jörg Lösel

Quelle: http://www.br.de/mediathek/video/send…