Zum 114. Geburtstag von George Orwell (1903 – 1950)

Seinen Durchbruch als Schriftsteller erlebte George Orwell nur kurz. Fünf Jahre nach Erscheinen von „Farm der Tiere“ starb er mit 47 Jahren. Dieser Roman und seine Dystopie „1984“ haben ihn unsterblich gemacht.

Moderation: Tilman Spengler
Redaktion: Jörg Lösel

Quelle: http://www.br.de/mediathek/video/send…

Zum 112. Geburtstag von Jean-Paul Sartre

Jean-Paul Sartre gilt als theoretisches Fundament des französischen Existenzialismus: Jean-Paul Sartres philosophisches Hauptwerk «Das Sein und das Nichts», erschienen 1943. Sartre prägt darin unter anderem den Freiheitsbegriff des Menschen und seine Verantwortung.

Was ist von diesen Überlegungen auch heute noch gültig? Darüber spricht Noëmi Gradwohl mit der Philosophin und Sartre-Kennerin Dorothea Wildenburg in der Reflexe-Reihe «Denkstoffe» von Schweizer Radio DRS2. Die Reihe blickt in loser Folge auf grundlegende philosophische und kulturwissenschaftliche Werke zurück.

Zum 91. Geburtstag von Siegfried Lenz

Siegfried Lenz (* 17. März 1926 in Lyck, Ostpreußen; † 7. Oktober 2014 in Hamburg) war ein deutscher Schriftsteller und einer der bekanntesten deutschsprachigen Erzähler der Nachkriegs- und Gegenwartsliteratur. Als Lenz’ wichtigstes Werk gilt der in viele Sprachen übersetzte und verfilmte Roman Deutschstunde (1968) über die Zeit des Nationalsozialismus und einen falsch verstandenen Pflichtbegriff. Auch seine erste Sammlung von Kurzgeschichten aus dem Jahr 1955, So zärtlich war Suleyken, wurde aufgrund seiner neuartigen Erzählweise und der Verwendung des masurischen Dialekts sehr erfolgreich.

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Karl May, der Phantast Aus Sachsen – Zum 175. Geburtstag

Wegen kleiner Diebstähle und Unterschlagungen kommt der Hilfslehrer Karl May ins Zuchthaus. Nach der Entlassung wird er Schriftsteller. Seine Reise- und Abenteuerromane sind heute in 30 Sprachen übersetzt.

Am 2. Mai 1874 öffnen sich die Tore des Zuchthauses in Waldheim für einen hageren Mann Anfang 30. Es ist der Hilfsschullehrer Karl May auf dem Weg in die Freiheit. „Herr Schließer, mich sehen Sie nie mehr wieder!“, soll er einem Aufseher gesagt haben und sein Entlassungsattest vermerkt: „Will nach Amerika auswandern“.

Am 25. Februar 1842 wird Karl May als fünftes von 14 Kindern in einer Weberfamilie im erzgebirgischen Hohenstein–Ernstthal geboren. Er wächst in bitterster Armut auf und eine Karriere als Volksschullehrer ist vorbestimmt. Kleinere Diebstähle, Betrügereien und Hochstapelei hatten ihn schließlich für vier Jahre ins Zuchthaus geführt.

Als der 32-Jährige entlassen wird, ist er an einem Wendepunkt seiner „Karriere“ angekommen. Er beschließt, Schriftsteller zu werden und beginnt zunächst als Redakteur von Provinz– und Unterhaltungsblättern.

Obwohl er über Sachsen bisher nie hinausgekommen ist, verfasst er sogar Reiseerzählungen. Seinen Träumen von Freiheit, Gleichheit, ewiger Freundschaft und edlen Menschen verleiht er in Fortsetzungs-Romanen Gestalt. Er erfindet Winnetou und Old Shatterhand und lässt die Leser glauben, er habe alle beschriebenen Abenteuer selbst erlebt. Leidenschaftlich schreibt Karl May gegen den Zeitgeist an, entwirft ein romantisches Wildwestpanorama, das es so nie gegeben hat.

Die Winnetou–Trilogie macht ihn endgültig berühmt. Seine Sympathie gilt den Benachteiligten und Schwachen; viele seiner Helden kämpfen gegen Unterdrückung und Rassismus. Diese Ansichten bringen ihm nicht nur Bewunderung, sondern auch Kritik ein.

Die allgemeine Hochachtung, die das literarische Schaffen Karl Mays lange Zeit begleitet, schlägt ins Gegenteil um, als bekannt wird, dass er keinen der Schauplätze seiner Geschichten je selbst gesehen hat, vorbestraft ist und er auch seinen Doktortitel nur erfunden hat. Zahlreiche juristische Auseinandersetzungen überschatteten die letzten Lebensjahre des sensiblen Sachsen. Am 30. März 1912 stirbt der berühmte wie auch belächelte oder gar abgelehnte Autor in Radebeul bei Dresden. Seine Werke erzielen bis heute weltweit hohe Auflagen und erfreuen sich einer riesigen Fangemeinde.

Der Film folgt, in einer Mischung von Dokumentarischem, Authentischem und Fiktionalem, dem Leben von Karl May. Gedreht wurde vorwiegend an Originalschauplätzen.

Zum 118. Geburtstag von Erich Kästner

Erich Kästner (* 23. Februar 1899 in Dresden; † 29. Juli 1974 in München) war ein deutscher Schriftsteller, Publizist, Drehbuchautor und Verfasser von Texten für das Kabarett. Bekannt machten ihn vor allem seine Kinderbücher wie Emil und die Detektive, Das doppelte Lottchen und Das fliegende Klassenzimmer sowie seine humoristischen und zeitkritischen Gedichte.

Zum 130. Geburtstag von Georg Trakl (1887 – 1914)

Georg Trakl (* 3. Februar 1887 in Salzburg; † 3. November 1914 in Krakau, Galizien) war ein österreichischer Dichter des Expressionismus mit starken Einflüssen des Symbolismus. Eine eindeutige Zuordnung seiner poetischen Werke zu einer der annähernd gleichzeitigen Strömungen der Literaturgeschichte des 20. Jahrhunderts ist aber nicht möglich.